Technik mit Zukunft

Seit den neunziger Jahren gewinnt der Erdgasantrieb in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Angesichts der hohen Wirtschaftlichkeit und der guten Umwelteigenschaften von Erdgas im Vergleich zu Benzin und Diesel setzen immer mehr Autofahrer auf den alternativen Kraftstoff. Zahlreiche Automobilhersteller bieten unterschiedliche Fahrzeugmodelle als Erdgasvarianten an. Die Fahrzeuge werden meist in zwei Ausführungen angeboten:

  • Bivalente Fahrzeuge können sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin fahren. Ist der Gastank leer, schaltet der Motor automatisch auf Benzinantrieb um. Diese Antriebsart war vor allem in der Anfangszeit der Erdgasfahrzeuge von Bedeutung, als die Tankstellendichte noch nicht so hoch war wie heute.
  • Monovalente Fahrzeuge werden nur mit Erdgas betrieben oder haben lediglich einen Nottank mit bis zu 15 Litern Benzin. Sie nutzen den Kraftstoff besonders effizient, da der Motor für Erdgasantrieb optimiert wurde. Dadurch sind der Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen noch geringer als bei den bivalenten Fahrzeugen. Auch ist die Reichweite von monovalenten Modellen meist höher.

Nachrüstung möglich
Wenn Sie auf Erdgas umsatteln wollen, müssen sie kein neues Auto kaufen. Denn auch eine Umrüstung ist möglich. Benzinfahrzeuge können nachträglich mit Erdgastechnik ausgerüstet werden. Die Kosten für den Umbau amortisieren sich in der Regel durch die geringeren Kraftstoffpreise nach wenigen Jahren.

Viel Laderaum
Moderne Erdgasfahrzeuge haben so genannte Unterflurtanks, sodass kein Laderaum verloren geht. In den Tanks wird das Gas mit einem Druck von rund 200 bar gespeichert. Die neusten Modelle erreichen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von über 400 Kilometern, so etwa der Volkswagen Caddy.

Sicheres Fahren
Laut ADAC ist die Sicherheit bei Erdgasantrieb ebenso groß wie bei Benzin oder Diesel. Crashtests haben bewiesen, dass die Brand- oder Explosionsgefahr sogar geringer ist als bei Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Die Unterflur-Erdgastanks sind auf eine Druckbelastung von bis zu 600 bar ausgelegt. Zudem gibt es im Brandfall eine Schmelzsicherung, durch die das Gas kontrolliert entweicht und abbrennt.

Einfach tanken
Das Betanken mit Erdgas geht unkompliziert und schnell: Die Füllkupplung auf den Füllstutzen setzen und den Hebel um 180 Grad drehen. Der automatische Tankvorgang kann dann gestartet werden. Ist der Tank voll, stoppt die Betankung von allein. Anders als bei Benzin oder Diesel, bleiben Ihre Hände immer sauber.

Gas ist nicht Gas
Wenn man heute in Deutschland von Erdgasantrieb spricht, ist allgemein das komprimierte Erdgas gemeint, das auch CNG (Compressed Natural Gas) genannt wird. Nicht verwechselt werden darf es mit dem auch Autogas genannten Flüssiggas (LNG - Liquefied Natural Gas), einem Gemisch aus Propan und Butan.

Als Kraftstoff sind Erdgas und Flüssiggas nicht austauschbar - unterschiedliche Tankstutzen verhindern eine Verwechslungsgefahr.

Aufgepasst beim Preisvergleich
Erdgas ist etwa 30 Prozent günstiger als Diesel. Bei Benzin liegt der Preisunterschied sogar bei 50 Prozent. An der Zapfsäule ist der Preisvorteil von Erdgas jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar, denn Erdgas wird in Kilogramm gemessen, nicht in Litern. Bei der Berechnung der Kraftstoffeffizienz wird berücksichtigt, dass ein Kilogramm Erdgas mehr Energie beinhaltet als ein Liter Benzin oder Diesel.

 
  • nach oben

Fahren und sparen

Mit Erdgas im Tank auf der Überholspur - und dabei auch noch Geld sparen. So macht Auto fahren Spaß
mehr

Energieberatung

Kompetente Beratung ist der erste Schritt zum Energiesparen
mehr

Energiespartipps

Sparen Sie Energie und Kosten - mit unseren Energiespartipps

Effizient ökologisch

Effizienter Energie-Einsatz und regenerative Energie - die Stadtwerke Wunstorf investieren in unsere Zukunft
mehr