Pressemitteilung vom 10. November 2009

Die Sonne angezapft
Gaswerk Wunstorf errichtet Solaranlage am Hölty-Gymnasium

(10. November 2009) Es wird die erste regenerative Stromerzeugungsanlage der Stadtwerke Wunstorf sein. Die jetzt in Betrieb gegangene Fotovoltaikanlage auf der Sporthalle des Hölty-Gymnasiums in Wunstorf hat eine Fläche von knapp 215 Quadratmetern.

„Die Stadtwerke Wunstorf verkaufen nicht nur Strom und Erdgas, sie engagieren sich auch in und für unsere Stadt", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt anlässlich der Inbetriebnahme des Solarkraftwerks auf dem Dach der neuen Turnhalle vom Hölty-Gymnasium an der Oswald-Boelcke-Straße. Projekte wie dieses zeigen, dass die Stadtwerke Wunstorf gut für die Stadt und seine Bürger sind. Henning Radant, Geschäftsführer des Gaswerks Wunstorf und der zukünftigen Stadtwerke betont: „Wir wollen nicht nur die Solaranlage betreiben - der Standort an einer Schule bietet auch Anlass, mit jungen Menschen über die Aufgaben in der Energiewirtschaft zu diskutieren und Ihnen die Anlage zu Versuchszwecken zugänglich zu machen." Er würde sich freuen, wenn die Solarstromerzeugung auf dem Dach der Sporthalle in praxisnahe Projekte im Gymnasium einfließt. Hier besteht schon ein enger Kontakt zur Energie AG.

„Die Stadtwerke Wunstorf machen Angebote und bieten Impulse", hebt Radant hervor. Damit eine bürgernahe, nachhaltige Energieversorgung umgesetzt werden kann, müssten die Menschen in Wunstorf jedoch auch die Chancen ergreifen. In diesem Zusammenhang weist er auf meerstrom natur aus Wunstorf hin. Dieses Produkt enthalte nicht nur zertifizierten Strom aus 100 Prozent Wasserkraft, sondern fördere den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung in Wunstorf. „Mit dem Förderanteil sorgen die Kunden und die Stadtwerke Wunstorf Hand in Hand dafür, dass zum Beispiel mehr Fotovoltaikanlagen in Wunstorf gebaut werden", so der zukünftige Stadtwerke-Chef.

70 Quadratmeter pro Haushalt

Mit einer Fläche von knapp 215 Quadratmetern wird die Solaranlage rund 10.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht ungefähr dem Verbrauch von drei Durchschnittshaushalten in Wunstorf. „Durch die Südausrichtung der 150 Module haben wir einen guten Stromertrag", berichtet Diplom-Ingenieur Radant. „Doch die Anlage verdeutlicht auch, dass es keine Lösung ist, wenn jeder Haushalt versucht, eine eigene Anlage zu betreiben." Denn nicht jeder hätte 70 Quadratmeter Dachfläche in Südlage zur Verfügung. Sinnvoll sei, besonders auf großen Dachflächen von Verwaltungsgebäuden oder Produktionsbetrieben Solarstromkraftwerke zu installieren.

Die Solarstromanlage am Hölty-Gymnasium arbeitet im sogenannten netzgekoppelten Betrieb. Das heißt, dass der Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird und der Betreiber die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung erhält. „Diese kleine Anlage ist für uns der erste Schritt", unterstreicht Radant. Der zukünftige Stadtwerke-Chef weiter: „Gerne möchten wir in Zukunft größere Anlagen realisieren - das trägt zu einer besseren Wirtschaftlichkeit der erneuerbaren Energien bei." Mit diesem Vorgehen würden die Stadtwerke Wunstorf ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht, die Bürger und Unternehmen der Stadt sicher, wirtschaftlich und umweltschonend mit Energie zu versorgen.

Um die Bedeutung der Solarstromerzeugung nachvollziehbar zu machen, planen die Stadtwerke Wunstorf aktuelle Erzeugungsdaten der Anlage im Internet unter http://www.stadtwerke-wunstorf.de/ zu veröffentlichen. „Dies setzen wir spätestens zum Jahresende mit dem neuen Internet-Auftritt um", verspricht Radant.

zurück zur Übersicht