Pressemitteilung vom 11. September 2007

Es bleibt alles anders

Gaswerk setzt auf Wunstorf - Erdgas wird günstiger

(11.09.2007) Zwei Konstanten bestimmen die Strategie des Gaswerks Wunstorf: Erstens ist und bleibt das Handeln immer auf das Wohl der Bürger und Kunden in Wunstorf ausgerichtet - und zweitens ändern sich die Rahmenbedingungen ständig. „Wir sind aktiv, nutzen die Chancen, wo sie sich bieten, und versuchen die Risiken zu minimieren", beschreibt Henning Radant die Richtung. Unter anderem in neuen Angeboten sieht der Geschäftsführer des Gaswerks Wunstorf eine Möglichkeit, damit die Kunden weiterhin dem Wunstorfer Gasversorger treu bleiben.

„Die meiste Arbeit machen uns derzeit nicht unsere Kunden, sondern der Gesetzgeber und die Bundesnetzagentur", seufzt Radant. Doch entmutigen lässt er sich davon nicht: „Es gibt hier viel zu tun und es macht Spaß, mit meiner Mannschaft das Gaswerk Wunstorf weiterzuentwickeln und voranzubringen." Nicht zuletzt die positiven Reaktionen aus Wunstorf würden zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.

Während die Aufgaben, die die Bundesnetzagentur dem Gaswerk Wunstorf stellt, meist im Hintergrund und vom Kunden unbemerkt abgearbeitet werden, hinterlässt es teilweise sichtbare Spuren, wenn vom Gaswerk Weichen für die Zukunft gestellt werden. So zum Beispiel bei dem größten Investitionsvorhaben der letzten Jahre: dem Bau der zweiten Gastransportleitung. „Durch die Stichleitung zum Transportnetz von Erdgas Münster haben wir nicht nur die Versorgungssicherheit für die Menschen in Wunstorf erhöht, sondern uns auch zusätzliche Handlungsmöglichkeiten im Wettbewerb geschaffen", freut sich Radant. Denn nun sei das Versorgungsnetz des Gaswerks Wunstorf von zwei unterschiedlichen Transportsystemen aus zu erreichen. „Dadurch ist die Ausgangslage beim Aushandeln der Lieferverträge für uns besser geworden", so der Geschäftsführer des Gaswerks. Erstmals wird das Gaswerk Wunstorf in der kommenden Heizperiode eine sogenannte Bandlieferung von einem zweiten Vorlieferanten beziehen. Nach einer Ausschreibung des Gasbezugs konnte der Liefervertrag gesplittet werden: „Rund 80 Prozent des Bedarfs kommt vom bisherigen Vorlieferanten und 20 Prozent beziehen wir als Band von einem neuen Anbieter zum Festpreis. Hierbei müssen wir zu jeder Zeit eine feste, vertraglich vereinbarte Gasmenge abnehmen", erläutert Radant seinen Verhandlungserfolg. Gleichzeitig zeigte die Ausschreibung, dass erst ein Erdgasspeicher die Möglichkeiten zur kostengünstigen Beschaffung stark verbessert. Daher prüft das Gaswerk Wunstorf derzeit die Wirtschaftlichkeit eines Röhrenspeichers an der neuen Stichleitung.

Günstigere Konditionen - Wettbewerb erfordert neue Wege

Auch nachdem auf dem Gasmarkt die Vertriebstochter eines großen Energiekonzerns in Deutschland aktiv wurde, bleibt die Ölpreisentwicklung der bestimmende Faktor für die Erdgaspreise. „Bei der letzten Preisrunde hatten wir durch unsere lange Preisbildungsphase einen Nachteil und mussten im Gegensatz zu anderen Versorgern die Preise erhöhen", erinnert der Chef des Gaswerks Wunstorf. Nun könnten die Kunden von den sinkenden Notierungen profitieren: „Derzeit ist bei unseren Preisen etwas Luft drin und wir können - wie im Frühjahr schon vermutet - die Kosten für unsere Kunden senken." Radant betont jedoch, dass die derzeitige Marktlage eine clevere Produktpolitik erfordere. Denn die Angebote der Mitbewerber wären teilweise so gestrickt, dass sie sich immer zum Nachteil von Wunstorf auswirken würden.

Daher geht das Gaswerk Wunstorf bei der kommenden Preissenkung für die Privatkunden-Sonderverträge einen neuen Weg. „Wir führen demnächst einen Treue-Bonus ein - jeder Kunde, der ein Kalenderjahr vom Gaswerk Wunstorf versorgt wurde, bekommt automatisch einen Rabatt von 0,25 Cent pro Kilowattstunde (kWh) Erdgas", erklärt Radant. Das Gaswerk werde sich demnächst mit ausführlichen Informationen an die Kunden wenden, als offizieller Start ist der 1. Januar 2008 vorgesehen. „Eine Preissenkung zum 1. Oktober haben wir bewusst verworfen, da der zusätzliche Aufwand - wir müssten entweder eine Zwischenablesung oder Zählerstandschätzung durchführen und das gesetzlich vorgeschriebene Ankündigungsschreiben an alle Kunden versenden - den Preissenkungsspielraum fast auffressen würde. Durch die Umsetzung zum Jahresanfang geht unseren Kunden aber kein Geld verloren", so der Gaswerk-Chef. In der Kalkulation würde der etwas spätere Termin der Preisänderung berücksichtigt.

Ein ganz neues Angebot könnten die Kunden in Wunstorf wählen, wenn die derzeitigen politischen Bemühungen im Rat der Stadt Wunstorf erfolgreich verlaufen würden. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich sehr gerne nicht nur Erdgas, sondern auch Strom verkaufen würde. Das Gaswerk Wunstorf könnte sich so zum umfassenden Energiedienstleister für die Bürger weiterentwickeln - und wir könnten unseren Kunden ebenso Kombiangebote bieten, wie es bei Mitbewerbern üblich ist", so Radant.

Nach Ansicht von Radant muss das Gaswerk Wunstorf sein Angebot ausweiten, um langfristig überlebensfähig zu sein. Und auch eine Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken - zum Beispiel beim Netzbetrieb - ist unumgänglich. „Ich bin davon überzeugt, dass die Energieversorgung durch ein kommunales Unternehmen das Beste für die Bürger und die Stadt Wunstorf ist", meint der Geschäftsführer. Denn durch die räumliche und gedankliche Nähe reagiere das Gaswerk bürgerfreundlicher und wisse, was in Wunstorf erforderlich ist - Manager, die in Köln oder gar in Holland sitzen, könne es dagegen nur ums Geldverdienen gehen. „Doch nur mit Bürgernähe können wir unsere Kunden langfristig nicht überzeugen. Wir müssen auch als Gaswerk Wunstorf die Spielregeln des Marktes beachten", weiß Radant. Und für die Kunden gäbe es als zusätzlichen Vorteil, dass die in Wunstorf erwirtschafteten Gewinne im Wesentlichen auch Wunstorf zugute kämen. „Wir machen keine Aktionäre reich", betont der Geschäftsführer des Gaswerks Wunstorf.

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