Pressemitteilung vom 24. März 2011

„Mit dem hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erweitern wir unseren Spielraum", freut sich Henning Radant nach der Vertragsunterzeichnung am 23. März in Bremen. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Wunstorf weiter: „Nach der Umgründung zu den Stadtwerken und dem neuen Geschäftsfeld Strom im letzten Jahr ist dies ein weiterer wichtiger Schritt für die kommunale Energieversorgung in Wunstorf." Mit der Beteiligung an dem Gaskraftwerk in Bremen-Mittelsbüren würden die Stadtwerke Wunstorf dem Ziel einer umweltschonenden, sicheren und kostengünstigen Energieversorgung der Bürger und Unternehmen in Wunstorf gerecht werden. Um die Chancen für Wunstorf nutzen zu können, haben die Stadtwerke Wunstorf gemeinsam mit 14 anderen kommunalen Energieversorgern im Rahmen der Tobi-Gruppe einen Anteil an dem neuen Kraftwerk übernommen.

„Auch wenn wir unsere Kunden in Wunstorf im Blick haben, müssen wir uns natürlich den Rahmenbedingungen auf dem deutschen und europäischen Energiemarkt anpassen", sagt Radant. Daher sei es sinnvoll, notwendig und langfristig rentabel, wenn sich ein Stadtwerk Eigenerzeugungskapazitäten sichere. „Wir können dadurch Risiken an den Beschaffungsmärkten für Strom minimieren und zusätzliche Chancen nutzen", erklärt der Stadtwerke-Chef. Insgesamt würden die Stadtwerke Wunstorf somit unabhängiger gegenüber den Launen der Energiebörsen. „Wie schon durch den Bau der Ringleitung und den Anschluss an eine zweite Fernleitung beim Erdgas werden wir flexibler und selbstbestimmter", betont Radant. Damit würden die Stadtwerke Wunstorf dem Auftrag der Bürger folgen, die optimale Energieversorgung für die Region Wunstorf umzusetzen. „Bereits im Vorfeld wurde ich gefragt, warum wir uns in der Nähe von Bremen engagieren", sagt Radant. Der Grund sei, dass es vergleichbare Projekte im Umfeld von Wunstorf nicht gebe und durch die Größe der Anlage optimale Stromkosten erzielt werden könnten. „Um erfolgreich und marktfähig zu sein, müssen wir unterschiedliche Erzeugungsanlagen nutzen können - vom kleinen Blockheizkraftwerk in Wunstorf bis zum großen Gaskraftwerk in Bremen", erklärt er.

Optimale Ergänzung für erneuerbare Energien

Die Anlage in Bremen ist ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk, kurz GuD. Radant: „Ein GuD-Kraftwerk nutzt seinen Brennstoff effizient aus und verursacht damit im Vergleich zu anderen fossilen Kraftwerken einen geringen CO2-Ausstoß. Es passt ganz hervorragend zu unserem Ziel einer umweltschonenden, klimaverträglichen und kostengünstigen Energieversorgung." Die geplante Anlage weist einen Wirkungsgrad von über 58 Prozent auf. Zum Vergleich: Moderne Steinkohle-Kraftwerke erreichen höchstens 45 Prozent. Zudem ist ein GuD-Kraftwerk in seiner Betriebsweise flexibel und kann seine Leistung schnell hoch- oder runterfahren. Radant: „Damit ist das GuD-Kraftwerk die optimale Ergänzung zu den wetterabhängig bereitstehenden erneuerbaren Energien. Mit dem fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien werden solche flexiblen Anlagen dringend gebraucht."

Innerhalb der Stadtwerkegemeinschaft Tobi haben die Stadtwerke Wunstorf eine Kraftwerksleistung von einem Megawatt (MW) und die Gesamtinvestitionssumme von knapp einer Million Euro übernommen. Das GuD-Kraftwerk soll 2013 ans Netz gehen. Je nach Marktsituation werden die Stadtwerke Wunstorf den erzeugten Strom selbst als meerstrom an Kunden in Wunstorf liefern oder gemeinsam mit Partnern bundesweit vermarkten.

> Weitere Hintergrundinformationen gibt es hier.

Bildmaterial

zurück zur Übersicht