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Hintergrundinformation vom 24. März 2011

(vom 24.03.2011)

Hintergrundinformation zur Pressemitteilung vom 24. März 2011

Die Stadtwerke Wunstorf beteiligen sich im Rahmen der Stadtwerkegemeinschaft Tobi Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & CO. KG an dem hocheffizienten und flexiblen Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk in Bremen. Bei ihrer ersten Sitzung im zukünftigen Konsortialkreis haben die Tobi und die weiteren beteiligten Partner gestern beschlossen, das Kraftwerksprojekt zu realisieren. Sowohl die Zusagen des Bundeskartellamts als auch der finanzierenden Banken liegen bereits vor.

Die mit umweltfreundlichem Erdgas gefeuerte Anlage wird eine Leistung von rund 445 Megawatt (MW) brutto bereitstellen. Das Investitionsbudget beträgt insgesamt etwa 450 Millionen Euro. Nach einer geplanten Bauzeit von 30 Monaten soll das Kraftwerk 2013 den Betrieb aufnehmen.
Die Tobi hält an dem Kraftwerk einen Anteil von 69 MW, also 15,5 Prozent. Das Investitionsvolumen wird sich für die Tobi-Gruppe auf etwa 70 Millionen Euro belaufen. Innerhalb der Stadtwerkegemeinschaft haben die Stadtwerke Wunstorf eine Scheibe von einem MW und einer Gesamtinvestitionssumme von knapp einer Million Euro übernommen.

Die weiteren Projektpartner sind:
Die DB Energie, der Energieversorger der Deutschen Bahn, beteiligt sich mit zwei Prozent und wird zusätzlich über einen Strombezugsvertrag eine Leistungsscheibe von 165 MW abnehmen, um damit ihre Züge anzutreiben. Mit 25,1 Prozent beteiligt sich der Frankfurter Energieversorger Mainova AG. Die restlichen 57,4 Prozent hält swb - mit der Option, davon 8,4 Prozent an weitere Partner zu vergeben. Die Kooperation wird in Form einer gemeinsamen Gesellschaft, der Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG, realisiert werden. Innerhalb der Gesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Bremen übernimmt swb die Projektleitung bei der Errichtung des Kraftwerks sowie die Betriebsführung.
Erdgas als Brennstoff ist umweltschonend: Im Vergleich mit anderen fossilen Brennstoffen ist der CO2-Ausstoß gering. Pro erzeugter Kilowattstunde entstehen rund 360 Gramm CO2. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 580 Gramm, bei Kohlekraftwerken fallen durchschnittlich 750 Gramm CO2 an.
Erdgas als Brennstoff ist wirtschaftlich: In einem zukünftigen Strommix mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, können Erdgas-Kraftwerke sehr flexibel gemäß den Anforderungen des Marktes eingesetzt werden.

Effiziente Doppelnutzung

Ein GuD-Kraftwerk nutzt seinen Brennstoff besonders effizient aus: Die bei der Verbrennung entstehende Energie treibt eine Gasturbine an, vergleichbar mit einem Flugzeugtriebwerk. Die heißen Abgase aus diesem Prozess nutzt das GuD-Kraftwerk weiter aus, um Wasser zu Dampf zu erhitzen, mit dem eine Dampfturbine angetrieben wird. Mit dieser „Doppelnutzung" erreicht ein GuD-Kraftwerk den höchsten Wirkungsgrad unter den fossil betriebenen Kraftwerken.
Das neue Kraftwerk wird am swb-Standort in Bremen-Mittelsbüren entstehen. Hier betreibt swb bereits zwei Kraftwerksblöcke in nächster Nähe zu den Hochöfen der ArcelorMittal Bremen GmbH. Für das neue GuD-Kraftwerk bietet der bewährte Erzeugungsstandort Mittelsbüren die besten Voraussetzungen: Die Versorgungsleitung für das Erdgas und einige der notwendigen elektrotechnischen Einrichtungen wie zum Beispiel ein Stromumrichter für den Bahnstrom sind bereits vorhanden. Ein weiterer Umrichter wird im Zuge der Errichtung des neuen Kraftwerks von swb errichtet werden.
Ab dem 1. April 2011 sind aktuelle Informationen zum Projekt unter www.gk-bremen.de zu finden.

Die Partner des Gemeinschaftskraftwerks Bremen:

Tobi Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG
Die Tobi-Gruppe ist ein Zusammenschluss von kommunal orientierten Energieversorgungsunternehmen, die überwiegend aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen stammen. Die Unternehmen haben das gemeinsame Ziel, sich an Stromerzeugungskapazitäten zu beteiligen oder selbständig zu betreiben. Ein weiteres Ziel besteht darin, für mehr Wettbewerb in der Stromerzeugung in Deutschland zu sorgen. Durch eine fortschreitende Beteiligung kommunaler Unternehmen an diesem Teil der Wertschöpfung der Energiewirtschaft wird das „Quasi-Oligopol" der vier großen Marktteilnehmer reduziert.
Als erstes großes Projekt hat die Tobi-Gruppe im Jahre 2009 die „Tobi Windenergie GmbH & Co. KG" gegründet und einen Windpark mit insgesamt 20 MW installierter Leistung erworben. Kommanditisten der Tobi Wind sind die Bad Honnef AG, die Stadtwerke Bad Pyrmont, die Stadtwerke Bad Salzuflen, die Bocholter Energie- und Wasserversorgung, die Stadtwerke Hameln, die EVI Energieversorgung Hildesheim, die Stadtwerke Iserlohn und die Stadtwerke Menden.
Mit Wirkung ab Januar 2011 hat die Tobi-Gruppe nun zusätzlich die „Tobi Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG" gegründet. Die Gruppe der Kommanditisten konnte von bisher acht auf nun fünfzehn kommunale Unternehmen erweitert werden. Zusätzliche Kommanditisten sind die Stadtwerke Peine, die Stadtwerke Wunstorf, die Wirtschaftsbetriebe Neustadt am Rübenberge, die Stadtwerke Böhmetal, die Stadtwerke Detmold, die Gemeindewerke Steinhagen und die Stadt- und Überlandwerke Lübben. Die Tobi Gas KG wird sich mit einem Anteil von 69 MW elektrischer Leistung. an dem Gaskraftwerk Bremen-Mittelsbüren beteiligen. Dies entspricht einem Leistungsanteil von 15,5 Prozent. Das Investitionsvolumen wird sich für die Tobi-Gruppe auf etwa 70 Millionen Euro belaufen.
Die Geschäftsführung der Tobi Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG obliegt ebenso wie bei der Tobi Wind KG der Tobi Management GmbH, an der alle Kommanditisten ebenfalls beteiligt sind. Geschäftsführer der Tobi Management GmbH sind Susanne Treptow (Geschäftsführerin Stadtwerke Hameln), Werner Vogel (Geschäftsführer BEW Bocholt) und Michael Bosse-Arbogast (Geschäftsführer EVI Energieversorgung Hildesheim).

swb
swb steht in der Region Norddeutschland und den Städten Bremen und Bremerhaven für vieles, was ihren Kunden täglich nahe kommt oder sie entlastet: Strom, Erdgas, Trinkwasser und Wärme sowie technische Dienstleistungen. Zu den Leistungen gehört auch die Entsorgung von Abfall und Abwasser.
swb betreibt konventionelle Kraftwerke auf der Basis von Steinkohle, Erd- und Gichtgas, wobei immer mehr CO2-neutrale, biogene Reststoffe fossile Brennstoffe zum Teil ersetzen sollen. swb setzt auf den Ausbau der umweltschonenden Energieerzeugung: Bis 2020 will swb 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Ende 2011 wird ein innovatives Wasserkraftwerk in der Weser in Bremen-Hastedt in Betrieb genommen, das swb gemeinsam mit Enercon baut und betreibt.
Die Energiegewinnung aus Abfall gewinnt zunehmend an Bedeutung. swb betreibt in Bremen ein Müllheizkraftwerk und ein Mittelkalorik-Kraftwerk. An drei der vier Bremer Standorte wendet swb das umweltschonende Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung an. Die installierte elektrische Nettoleistung beträgt über 1.000 Megawatt. Zusätzlich können 620 Megawatt Wärme aus Kraftwerken ausgekoppelt werden.

DB Energie
Die DB Energie GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, ist auf die Energieversorgung von Eisenbahnverkehrsunternehmen spezialisiert. Das Tätigkeitsspektrum enthält die Lieferung von 16,7-Hertz-Bahnstrom, 50-Hertz-Licht- und Kraftstrom sowie Gas, Diesel und Mineralöl. DB Energie betreibt eine Infrastruktur mit Kraftwerken, Umrichtern/Umformern, einem 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz sowie Umspannanlagen.
Darüber hinaus unterhält DB Energie ein bundesweites Schienentankstellennetz für Diesellokomotiven sowie Mittel- und Niederspannungsnetze für die 50-Hertz-Stromversorgung der Bahnanlagen.
swb und DB-Energie blicken bereits seit der Elektrifizierung der Nord-Süd-Strecke im Jahr 1964 auf eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zurück. Über swb bezieht die DB Energie bislang 210 MW.
Im Jahr 2009 erwirtschaftete DB Energie mit 1.650 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Alle Leistungen werden auch extern für Industrie und Gewerbe angeboten.

Mainova AG
Die Mainova AG, Frankfurt am Main, ist ein börsennotiertes Versorgungsunternehmen für die Bereiche Strom, Erdgas, Wärme und Wasser in der Rhein-Main-Region. Mehrheitsaktionär sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Frankfurt am Main, mit 75,2 Prozent der Anteile.
2009 erwarb die Mainova einen 20,53-prozentigen Anteil an der Thüga Holding GmbH & Co. KGaA. Darüber hinaus hält die Mainova AG Beteiligungen an anderen Stadtwerken und Versorgungsunternehmen, z. B. 46,9 Prozent an der Stadtwerke Hanau GmbH, 49 Prozent an der Ohra Hörselgas GmbH und 49 Prozent an der Werragas GmbH. Zu den Beteiligungen gehört auch die Gas-Union GmbH, welche im Geschäftsjahr 2009 97,3 Prozent des Erdgasbedarfs der Mainova AG abdeckte.
Im Bereich Strom ist das Unternehmen nicht nur als Lieferant, sondern auch als Erzeuger aktiv und operiert beispielsweise die Heizkraftwerke West (Blöcke 2, 3 und 4), Niederrad und die 15,6 Prozent Beteiligung am neuen GuD-Gemeinschaftskraftwerk Irsching 5 mit Eon und einigen Stadtwerkspartnern.
Bis 2015 plant die Mainova AG Investitionen in die Erzeugung in Höhe von etwa 500 Millionen Euro, davon etwa die Hälfte in Windkraft, und jeweils etwa ein Viertel in andere erneuerbare Energien und effiziente konventionelle Energien.

Generalunternehmer für den Bau der Anlage ist ein Konsortium aus GE Wind Energy GmbH, GE Energy Products France SNC, beides Tochtergesellschaften der General Electric Company, und der Cobra Instalaciones y Servicios S.A., einer Tochtergesellschaft des spanischen Infrastrukturunternehmen ACS.

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